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Wer hilft mir weiter, wenn ich ein künstliches Auge tragen muss?Ihr Ansprechpartner ist der zugelassene Ocularist. Ein Ocularist verfügt nach einer umfangreichen 2-stufigen Ausbildung mit jeweiliger Prüfung durch die Berufsverbände DOG/AOV über die Qualifikation sowie die Zulassung der Kostenträger, Kunstaugen individuell anzufertigen und anzupassen. Für die Kostenübernahme benötigen Sie eine Verordnung. Kostenträger sind -die gesetzlichen Krankenkassen und Berufsgenossenschaften, bei denen die Verordnung des Arztes genügt. Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse haben eine Zuzahlung von 10,-- EURO zu entrichten, wenn keine Befreiung vorliegt. -Orthopädische Versorgungsstellen und Fürsorgeämter, bei denen die Augenprothese genehmigungspflichtig ist. Nach erfolgter Operation sollten Sie umgehend einen Termin zur Vorstellung bei Ihrem Ocularisten vereinbaren. Dort wird man mit Ihnen den weiteren Behandlungsablauf besprechen. Im Regelfall wird bei diesem Termin bereits eine Modellbehandlung durchgeführt und nach etwa 14 Tagen das erste Kunstauge angefertigt und angepasst. Für die Anfertigung müssen Sie mit einer Behandlungszeit von ca. 1-2 Stunden rechnen. Behandlungsanweisung für KunstaugenKunstaugen ermöglichen Ihnen dank der naturgetreuen Nachbildung sowie der fachgerechten Anpassung an die Gegebenheiten der Augenhöhle ein unauffälliges Tragen, einen problemlosen Sitz und damit ein sicheres persönliches Auftreten. Denken Sie aber bitte immer daran: Voraussetzung für ein angenehmes Tragen Ihres Kunstauges ist die richtige Pflege und Behandlung. Diese ist äußerst einfach, wenn Sie folgende Hinweise beachten. Lesen Sie deshalb diese Informationen sorgfältig durch. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an uns. Ein fachkundiger Ocularist unseres Institutes wird Sie gerne beraten. Verwenden Sie zum Säubern nur klares, lauwarmes Wasser. Von heißem Wasser ist dringend abzuraten, da extreme Temperaturschwankungen das Material in seiner Haltbarkeit beeinträchtigen können. Ebenso ist eine Behandlung mit ätzenden Flüssigkeiten oder die Reinigung mit harten Gegenständen zu unterlassen. Vor allem bei Kunstaugen aus Kunststoff sollte die Reinigung sehr vorsichtig erfolgen. Falsche Reinigung kann bei Kunstaugen aus Kunststoff zu Verletzungen oder Eintrübungen der Oberfläche führen. Bitte reinigen Sie niemals Ihr Kunstauge über dem Waschbecken oder über Steinböden. Hier besteht erhöhte Bruchgefahr, bzw. die Oberfläche Ihres Kunstauges kann bei einem Fall Schaden nehmen. Sollte Ihnen das Kunstauge fallen, kontrollieren Sie bitte sorgfältig die Oberfläche auf Beschädigungen. Spülen Sie Ihr Kunstauge in einer Schale mit handwarmen Wasser ab, trocknen Sie es vorsichtig mit einem weichen Tuch um eventuelle Unreinheiten zu beseitigen. Benetzen Sie es mit etwas Wasser oder Kochsalzlösung und setzen Sie es wieder in die Augenhöhle. In der Regel ist das alles, was Sie für die Reinigung zu beachten haben. Kunstaugen können Tag und Nacht getragen werden. Ist noch ein Augapfel vorhanden, sollten Sie das Kunstauge bzw. die Scleralschale über Nacht herausnehmen. Über die individuelle Handhabung und Pflege Ihres Kunstauges werden Sie von unseren fachkundigen Ocularisten eingehend beraten. Einsetzen des KunstaugesZur Vermeidung von Beschädigungen sollte das Einsetzen und Herausnehmen des Kunstauges grundsätzlich über einer weichen Unterlage erfolgen. Setzen Sie sich an einen Tisch, legen Sie ein Tuch als Unterlage darauf und stellen Sie einen Tischspiegel vor sich. Vor dem Einsetzen muss das Kunstauge gründlich gesäubert werden. Um das Einsetzen zu erleichtern sollte es vorher etwas angefeuchtet werden.
Bitte beachten Sie: Bei normalen Kunstaugen zeigt der kurze Teil in Richtung Nase. Dies muss aber nicht die Regel sein, da einige Kunstaugen in ihrer Formgebung von diesem Schema abweichen. Nehmen Sie das Kunstauge so in die Hand, dass der obere Teil frei liegt. Heben Sie nun das Oberlid mit der freien Hand an und schieben Sie den freiliegenden oberen Teil des Kunstauges hinter das Oberlid. Halten Sie das Kunstauge in dieser Stellung fest und ziehen Sie das Unterlid nach unten. Ein leichter Druck auf das Kunstauge, unterstützt mit einer kreisenden Bewegung, bringt es in die richtige Lage. Eventuelle Luftpolster hinter dem Kunstauge können so entweichen. Auf Ausnahmen beim Einsetzen Ihres Kunstauges wird Sie Ihr Ocularist im Handhabungstraining besonders hinweisen. Herausnehmen Ihres KunstaugesDenken Sie bitte auch bei dem Herausnehmen des Kunstauges immer an eine weiche Unterlage. Als Hilfsmittel zur Herausnahme des Kunstauges empfehlen wir einen Sauger (in unserem Institut erhältlich). Setzen Sie diesen im leicht angefeuchteten Zustand auf das Kunstauge. Ziehen Sie nun das Unterlid nach unten und ziehen Sie das Kunstauge nach vorne. Bei Zuhilfenahme eines Augenhäkchens ziehen Sie das Unterlid nach unten, bringen das Häkchen hinter den unteren Rand Ihres Kunstauges und hebeln es somit aus der Augenhöhle. Auch ohne Hilfsmittel lässt sich Ihr Kunstauge in der Regel problemlos aus der Augenhöhle entfernen. Setzen Sie den Zeigefinger nasal an das Unterlid. Führen Sie nun mit einer nach außen gehenden Streichbewegung das Unterlid unter den Rand Ihres Kunstauges. Bei gleichzeitiger Blickrichtung nach oben wird Ihr Kunstauge sanft auf die weiche Unterlage fallen. Bitte beachten: Wenn Sie am Auge reiben oder wischen, dann stets in Richtung Nase. Wischen Sie in umgekehrter Richtung, vor allem am Unterlid, können Sie das Kunstauge verdrehen oder herausdrücken. DownloadsRatgeber für den
Patienten als PDF in deutsch. (2.148
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